Wie teuer ist Berlin im internationalen Vergleich? Immobilienpreise & Kaufkraft im Vergleich

Berlin im internationalen Immobilienvergleich mit Wahrzeichen aus Berlin, New York, London, Paris, Singapur und Sydney

Berlin gehört zu den gefragtesten Immobilienstandorten Europas und ist im internationalen Preisvergleich weiterhin moderater bewertet als zahlreiche andere Metropolen. Der Report „Mapping the World’s Prices“ des Deutsche Bank Research Institute vergleicht 69 finanzmarktrelevante Städte weltweit. Für die Vergleichskategorie „Wohnung im Stadtzentrum“ ergibt sich für Berlin umgerechnet ein Wert von rund 7.600 €/m². Damit liegt Berlin beim Kaufpreis auf Rang 8 von 10 ausgewählten europäischen Städten, während die Hauptstadt bei der Kaufkraft Rang 15 erreicht.

Zur Einordnung: Die rund 7.600 €/m² sind ein internationaler Vergleichswert der Deutsche-Bank-Studie für die Kategorie „Wohnung im Stadtzentrum“. Welche Berliner Bezirke dabei konkret zum Stadtzentrum gezählt werden, wird nicht separat ausgewiesen. Der berlinweite First-Citiz-Durchschnitt für Immobilienpreise liegt aktuell bei 5.813 €/m² und basiert auf einer differenzierteren Betrachtung des Berliner Marktes.

Das Wichtigste in Kürze

  • Rund 7.600 €/m²: internationaler Vergleichswert für die Kategorie „Wohnung im Stadtzentrum“
  • Rang 30 von 69 beim Kaufpreis weltweit
  • Rang 8 von 10 beim Kaufpreis ausgewählter europäischen Städten. 
  • 30,7 % Preissteigerung in der Vergleichsreihe zwischen 2020 und 2025
  • Rang 15 von 69 bei der Kaufkraft
  • 47 % des New Yorker Preisniveaus
  • 5.813 €/m²: Berlinweiter Durschnitt für eine Kaufwohnung

Berlin ist günstiger bewertet als viele europäische Metropolen

Für den internationalen Immobilienvergleich betrachtet die Deutsche Bank Studie ausdrücklich den Kaufpreis einer Wohnung im Stadtzentrum. Berlin kommt dabei auf 8.716 US-Dollar pro Quadratmeter. Umgerechnet mit dem im Report für Deutschland verwendeten Wechselkurs entspricht das rund 7.600 €/m².
Besonders aufschlussreich ist der Vergleich mit anderen europäischen Großstädten. Auf Basis derselben Deutsche-Bank-Daten ergeben sich gerundet folgende Werte:

Graphik zur Visualisierung der Preise für Eigentumswohnungen in Berlin im Vergleich zu anderen europäischen Städten

Die zugrunde liegenden Vergleichswerte zeigen Berlin auf Rang 30 – einschließlich Metropolen in Asien und Amerika, während München Rang 13, Paris Rang 12, London Rang 6 und Zürich Rang 2 belegen.

Für Immobilienkäufer ist diese Relation besonders interessant. Berlin ist Deutschlands Hauptstadt, ein internationaler Wirtschafts- und Technologiestandort und eine der größten Metropolen Europas – gehört bei den zentralen Wohnungspreisen jedoch nicht zur europäischen Spitzengruppe.

Warum First Citiz für Berlin einen anderen Durchschnittspreis ausweist

Wer unsere aktuellen Immobilienpreise in Berlin kennt, findet dort einen Durchschnittswert von 5.813 €/m². Dieser Wert steht nicht im Widerspruch zum internationalen Vergleichswert von rund 7.600 €/m².

Die Deutsche-Bank-Studie verwendet für ihren internationalen Vergleich die Numbeo-Kategorie „Wohnungen im Stadtzentrum“. Welche Berliner Bezirke oder Ortsteile dabei konkret dem Stadtzentrum zugerechnet werden, weist der Report nicht separat aus. Der Wert von rund 7.600 €/m² ist daher als internationaler Vergleichswert zu verstehen und nicht als berlinweiter Durchschnittspreis.

Die aktuellen First-Citiz-Marktdaten betrachten Berlin dagegen auf Bezirksebene und nach Objektart. Sie weisen für den Gesamtmarkt einen Durchschnitt von rund 5.800 €/m² aus. Dadurch lassen sich einzelne Berliner Lagen wesentlich differenzierter beurteilen.

Für Kaufinteressenten ist deshalb nicht ein einzelner Berlin-Durchschnitt ausschlaggebend. Mikrolage wie in beliebten Kiezen, Gebäudezustand, Baujahr, Etage, Energieeffizienz, Balkon oder Terrasse und die konkrete Ausstattung bestimmen maßgeblich den Wert einer Immobilie.

Visuelle Darstellung der Zahlen, die Berlin im internationalen Vergleich positionnieren

Kaufkraft ist eine besondere Stärke Berlins

Ein Quadratmeterpreis allein sagt wenig darüber aus, wie eine Stadt wirtschaftlich positioniert ist. Deshalb lohnt sich der zusätzliche Blick auf Einkommen und Kaufkraft.

Berlin erreicht im Purchasing Power Index Platz 15 von 69 Städten. Für ihren internationalen Vergleich setzt die Deutsche Bank für Berlin ein durchschnittliches monatliches Nettoeinkommen von umgerechnet rund 3.110 € an. Dabei liegt die Hauptstadt auf Platz 24. 

Seit 2020 hat sich dieser Wert in der Vergleichsreihe um 33,5 % erhöht.
Gerade die Kombination ist interessant: Berlin liegt beim Kaufpreis zentraler Wohnungen lediglich auf Rang 30, bei dem Kaufkraftindex jedoch auf Rang 15. Immobilienpreise und lokale Einkommensbasis stehen damit international in einem bemerkenswerten Verhältnis zueinander.

Wohnkosten und Einkommen: Was der Vergleich für Anleger zeigt

Eine weitere Kennzahl ergänzt die internationale Einordnung Berlins. Für eine zentral gelegene 1-Zimmer-Wohnung setzt die Deutsche-Bank-Studie umgerechnet rund 1.240 € pro Monat an. Im Verhältnis zum dort ausgewiesenen durchschnittlichen Nettoeinkommen von rund 3.110 € entspricht das etwa 40 %. Im europäischen Vergleich liegt Berlin damit unter München und Paris mit jeweils rund 45 %, Amsterdam mit rund 50 % und London mit etwa 75 %.

Für Kapitalanleger liefert diese Relation zusätzlichen Kontext zur wirtschaftlichen Tragfähigkeit des Wohnungsmarktes. Sie ergänzt Kaufpreise und Kaufkraft um die Frage, wie das Wohnkostenniveau im Verhältnis zu den lokalen Einkommen einzuordnen ist. Für eine konkrete Investitionsentscheidung bleiben anschließend Faktoren wie Mikrolage, erzielbare Miete, Kaufpreis, laufende Kosten und die individuelle Rendite entscheidend.

Was die Finanzierungskennzahl über Berlin zeigt

Die Deutsche Bank modelliert zusätzlich ein standardisiertes Kaufszenario für alle untersuchten Städte. Berechnet wird der Erwerb einer 90-m²-Wohnung im Stadtzentrum mit 20 % Eigenkapital, zwei arbeitenden Personen und einer langfristigen Immobilienfinanzierung.

Für Berlin entspricht die modellierte Hypothekenbelastung 52 % des gemeinsamen Einkommens. Zum Vergleich: München kommt in derselben Berechnung auf 75 %, Paris auf 83 % und London auf 126 %. Amsterdam liegt mit 50 % in einer ähnlichen Größenordnung wie Berlin.
Natürlich ersetzt ein solches Modell keine individuelle Finanzierungsberechnung. Sein Vorteil liegt darin, dass alle Städte nach derselben Methode betrachtet werden. Für den internationalen Vergleich liefert es deshalb eine zusätzliche Orientierung zur Position Berlins.

Was bedeutet der internationale Vergleich für Immobilienkäufer?

Für Eigennutzer zeigt der Vergleich vor allem, dass der Berliner Immobilienmarkt Zugang zu einer international bedeutenden europäischen Hauptstadt bietet, deren Kaufpreise noch unter zahlreichen vergleichbaren Metropolen liegen.

Für Käufer mit Anlagefokus kommt die starke Nachfrage nach Berliner Wohnraum hinzu. Wer sich speziell für diesen Bereich interessiert, findet bei First Citiz eine Auswahl an Kapitalanlagen in Berlin. Die langfristigen Standortfaktoren und Berlins Position im europäischen Immobilienmarkt betrachten wir außerdem ausführlicher in unserem Beitrag Berlin: Europas Top-Adresse für Immobilieninvestments.

Entscheidend bleibt jedoch immer die einzelne Immobilie. Eine Wohnung in Mitte, Prenzlauer Berg oder Charlottenburg folgt einer anderen Preisstruktur als ein Objekt in einem äußeren Berliner Bezirk. Ebenso unterscheiden sich Altbauwohnungen, Neubauten, Berliner Penthäuser und bezugsfreie Eigentumswohnungen hinsichtlich Preis und Zielgruppe.

Welcher Berliner Quadratmeterpreis ist für Käufer relevant?

Der Deutsche-Bank-Wert von rund 7.600 €/m² eignet sich hervorragend, um Berlin international einzuordnen. Für die konkrete Immobiliensuche ist dagegen das lokale Preisniveau der jeweiligen Lage entscheidend.

Der First-Citiz-Durchschnitt von 5.813 € pro Quadratmeter beschreibt den Berliner Markt in seiner Breite. Bezirkspreise und konkrete Objektpreise liefern anschließend die präzisere Orientierung.

Wer eine Wohnung in Berlin kaufen möchte, sollte internationale Benchmarks daher mit aktuellen Berliner Marktdaten, der gewünschten Lage und den Eigenschaften des jeweiligen Objekts verbinden.

Berliner Kaufpreise haben seit 2020 deutlich zugelegt

Die Deutsche-Bank-Vergleichsreihe zeigt auch, wie sich die Preise für zentrale Berliner Immobilien über mehrere Jahre entwickelt haben.

2020 lag der ausgewiesene Wert noch bei 6.668 US-Dollar pro Quadratmeter. 2025 waren es 8.716 US-Dollar. Das entspricht einem Anstieg von 30,7 % innerhalb von fünf Jahren. 

Damit hat Berlin im internationalen Vergleich aufgeholt, ohne in die Gruppe der teuersten europäischen Metropolen vorzurücken. München, Paris, London und Zürich weisen weiterhin deutlich höhere Preisniveaus auf.

Auch die aktuelle First-Citiz-Analyse des Berliner Gesamtmarktes zeigt eine positive Entwicklung: Der berlinweite Durchschnittspreis lag Ende 2025 bei rund 5.800 €/m² und damit etwa 2 % über dem Vorjahresniveau. Seit 2024 zeigt sich der Markt wieder stabiler, begleitet von einer weiterhin hohen Nachfrage nach Wohnraum.

Kurz gefasst: Seit 2020 stiegen Kaufpreise um rund 31 %, 3-Zimmer-Mieten um 41 %, 1-Zimmer-Mieten um 44 % und Nettoeinkommen um 34 %, laut Studie der Deutsche Bank. 

Wie steht der Berliner Markt heute?

Die internationale Studie dient als Vergleichsbasis. Für den aktuellen Berliner Markt zeigt die First-Citiz-Analyse Ende 2025 beziehungsweise 2026 ein berlinweites Angebotspreisniveau von rund 5.800 €/m². Die Preise unterscheiden sich dabei erheblich nach Bezirk, Mikrolage, Zustand und Vermietungsstatus.

Fazit: Berlin verbindet Kaufkraft mit einem moderaten internationalen Preisniveau

Der internationale Vergleich liefert eine klare Kernaussage: Berlin gehört zu den wirtschaftlich starken europäischen Metropolen, ohne bei den Immobilienpreisen zur Spitzengruppe zu zählen.

Rund 7.600 €/m² für Wohnungen im Stadtzentrum, Platz 30 im internationalen Kaufpreisvergleich und Platz 15 bei der Kaufkraft ergeben ein attraktives Gesamtbild. Gleichzeitig zeigen die aktuellen First-Citiz-Daten mit durchschnittlich 5.813 €/m², wie vielfältig der Berliner Markt außerhalb eines reinen Innenstadtvergleichs ist.

Für Käufer kommt es deshalb auf die richtige Kombination aus Budget, Lage, Objektqualität und persönlichem Ziel an. First Citiz unterstützt Kaufinteressenten bei der Suche nach passenden Immobilien zum Verkauf in Berlin – von Eigentumswohnungen und Neubauobjekten in Berlin bis zu Penthäusern und ausgewählten Kapitalanlagen.

Häufig gestellte Fragen

Ist Berlin im internationalen Vergleich teuer?

Berlin liegt beim von der Deutschen Bank verwendeten Innenstadt-Kaufpreis auf Rang 30 von 69 untersuchten Metropolen.

Warum nennt die Deutsche Bank rund 7.600 €/m² und First Citiz rund 5.800 €/m²?

Die Deutsche Bank verwendet eine internationale „City Centre“-Kategorie, während First Citiz den gesamten Berliner Markt und einzelne Bezirke betrachtet.

Ist Berlin günstiger als Paris, London oder München?

Im einheitlichen Deutsche-Bank-Vergleich liegt Berlin beim Kaufpreis pro Quadratmeter unter allen drei Städten.

Quellenhinweis: Grundlage des internationalen Vergleichs ist der Report „Mapping the World’s Prices“ des Deutsche Bank Research Institute vom 24. Juni 2025. Die Studie vergleicht 69 international relevante Städte und nutzt für einen großen Teil der Stadtdaten Numbeo. Alle im Artikel aus der Studie übernommenen Geldbeträge wurden in Euro angegeben. Für die Umrechnung wurde der im Report für Deutschland ausgewiesene Wechselkurs von 1 Euro = 1,1468 US-Dollar verwendet.

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