Berlin gehört zu den gefragtesten Immobilienstandorten Europas – und bleibt im internationalen Preisvergleich bemerkenswert moderat bewertet. Eine Vergleichsstudie des Deutsche Bank Research Institute mit 69 finanzmarktrelevanten Städten liefert dafür einen interessanten Referenzpunkt: Für Wohnungen im Berliner Stadtzentrum ergibt sich umgerechnet ein Wert von rund 7.600 €/m². Damit liegt Berlin mit Platz 8 deutlich unter Metropolen wie Zürich, London, Paris oder München. Gleichzeitig erreicht die Hauptstadt beim Kaufkraftindex Platz 15.
Das Wichtigste in Kürze
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Rund 7.600 €/m² beträgt der internationale Vergleichswert für eine Wohnung im Berliner Stadtzentrum.
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Berlin liegt damit auf Platz 30 von 69 untersuchten Städten beim Kaufpreis pro m² für eine Wohnung im Stadtzentrum.
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Berlin steht auf Platz 8 von 10 ausgewählten europäischen Städten.
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Die Kaufpreise stiegen in dieser Vergleichsreihe zwischen 2020 und 2025 um 30,7 %.
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Berlin erreicht Platz 15 beim Kaufkraftindex.
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Das durchschnittliche monatliche Nettoeinkommen liegt umgerechnet bei rund 3.110 €.
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Auf der aktuellen First-Citiz-Preisseite liegt der berlinweite Durchschnitt bei 5.813 €/m². Beide Werte betrachten unterschiedliche Teile des Marktes und ergänzen sich deshalb sinnvoll.
Berlin ist günstiger bewertet als viele europäische Metropolen
Für den internationalen Immobilienvergleich betrachtet die Deutsche Bank Studie ausdrücklich den Kaufpreis einer Wohnung im Stadtzentrum. Berlin kommt dabei auf 8.716 US-Dollar pro Quadratmeter. Umgerechnet mit dem im Report für Deutschland verwendeten Wechselkurs entspricht das rund 7.600 €/m².
Besonders aufschlussreich ist der Vergleich mit anderen europäischen Großstädten. Auf Basis derselben Deutsche-Bank-Daten ergeben sich gerundet folgende Werte:
Die zugrunde liegenden Vergleichswerte zeigen Berlin auf Rang 30 – einschließlich Metropolen in Asien und Amerika, während München Rang 13, Paris Rang 12, London Rang 6 und Zürich Rang 2 belegen.
Für Immobilienkäufer ist diese Relation besonders interessant. Berlin ist Deutschlands Hauptstadt, ein internationaler Wirtschafts- und Technologiestandort und eine der größten Metropolen Europas – gehört bei den zentralen Wohnungspreisen jedoch nicht zur europäischen Spitzengruppe.
Warum First Citiz für Berlin einen anderen Durchschnittspreis ausweist
Wer unsere aktuellen Immobilienpreise in Berlin kennt, findet dort einen Durchschnittswert von 5.813 €/m². Dieser Wert steht nicht im Widerspruch zum internationalen Vergleichswert von rund 7.600 €/m².
Die Deutsche-Bank-Studie verwendet für ihren internationalen Vergleich die Numbeo-Kategorie „Wohnungen im Stadtzentrum“. Welche Berliner Bezirke oder Ortsteile dabei konkret dem Stadtzentrum zugerechnet werden, weist der Report nicht separat aus. Der Wert von rund 7.600 €/m² ist daher als internationaler Vergleichswert zu verstehen und nicht als berlinweiter Durchschnitt oder als Preis eines bestimmten Berliner Bezirks.
Die aktuellen First-Citiz-Marktdaten betrachten Berlin dagegen auf Bezirksebene und weisen für den Gesamtmarkt einen Durchschnitt von rund 5.800 €/m² aus. Dadurch lassen sich einzelne Berliner Lagen wesentlich differenzierter beurteilen.
Für Kaufinteressenten ist deshalb nicht ein einzelner Berlin-Durchschnitt ausschlaggebend. Mikrolage wie in beliebten Kiezen, Gebäudezustand, Baujahr, Etage, Energieeffizienz, Balkon oder Terrasse und die konkrete Ausstattung bestimmen maßgeblich den Wert einer Immobilie.

Kaufkraft ist eine besondere Stärke Berlins
Ein Quadratmeterpreis allein sagt wenig darüber aus, wie eine Stadt wirtschaftlich positioniert ist. Deshalb lohnt sich der zusätzliche Blick auf Einkommen und Kaufkraft.
Berlin erreicht im Purchasing Power Index Platz 15 von 69 Städten. Für ihren internationalen Vergleich setzt die Deutsche Bank für Berlin ein durchschnittliches monatliches Nettoeinkommen von umgerechnet rund 3.110 € an. Dabei liegt die Hauptstadt auf Platz 24.
Seit 2020 hat sich dieser Wert in der Vergleichsreihe um 33,5 % erhöht.
Gerade die Kombination ist interessant: Berlin liegt beim Kaufpreis zentraler Wohnungen lediglich auf Rang 30, bei dem Kaufkraftindex jedoch auf Rang 15. Immobilienpreise und lokale Einkommensbasis stehen damit international in einem bemerkenswerten Verhältnis zueinander.
Auch das Verhältnis von Wohnkosten und Einkommen fällt vergleichsweise ausgewogen aus
Eine weitere Kennzahl ergänzt dieses Bild. Eine zentral gelegene 1-Zimmer-Wohnung wird in der Deutsche-Bank-Studie mit umgerechnet rund 1.240 € pro Monat angesetzt. Das durchschnittliche Nettoeinkommen liegt bei etwa 3.110 €. Daraus ergibt sich eine Mietbelastung im Verhältnis zum Nettoeinkommen bei 40 %.
Im europäischen Vergleich liegt Berlin damit beispielsweise unter München und Paris mit jeweils rund 45 %, Amsterdam mit etwa 50 % und London mit rund 75 %.
Für Immobilienkäufer ist diese Kennzahl weniger als Aussage über den Mietmarkt interessant, sondern vielmehr als Indikator für die wirtschaftliche Balance eines Wohnstandorts. Sie zeigt, wie Wohnkosten und lokale Einkommen zueinander stehen und ergänzt damit den direkten Vergleich der Kaufpreise.
Was die Finanzierungskennzahl über Berlin zeigt
Die Deutsche Bank modelliert zusätzlich ein standardisiertes Kaufszenario für alle untersuchten Städte. Berechnet wird der Erwerb einer 90-m²-Wohnung im Stadtzentrum mit 20 % Eigenkapital, zwei arbeitenden Personen und einer langfristigen Immobilienfinanzierung.
Für Berlin entspricht die modellierte Hypothekenbelastung 52 % des gemeinsamen Einkommens. Zum Vergleich: München kommt in derselben Berechnung auf 75 %, Paris auf 83 % und London auf 126 %. Amsterdam liegt mit 50 % in einer ähnlichen Größenordnung wie Berlin.
Natürlich ersetzt ein solches Modell keine individuelle Finanzierungsberechnung. Sein Vorteil liegt darin, dass alle Städte nach derselben Methode betrachtet werden. Für den internationalen Vergleich liefert es deshalb eine zusätzliche Orientierung zur Position Berlins.
Was bedeutet der internationale Vergleich für Immobilienkäufer?
Für Eigennutzer zeigt der Vergleich vor allem, dass der Berliner Immobilienmarkt Zugang zu einer international bedeutenden europäischen Hauptstadt bietet, deren Kaufpreise noch unter zahlreichen vergleichbaren Metropolen liegen.
Für Käufer mit Anlagefokus kommt die starke Nachfrage nach Berliner Wohnraum hinzu. Wer sich speziell für diesen Bereich interessiert, findet bei First Citiz eine Auswahl an Kapitalanlagen in Berlin. Die langfristigen Standortfaktoren und Berlins Position im europäischen Immobilienmarkt betrachten wir außerdem ausführlicher in unserem Beitrag Berlin: Europas Top-Adresse für Immobilieninvestments.
Entscheidend bleibt jedoch immer die einzelne Immobilie. Eine Wohnung in Mitte, Prenzlauer Berg oder Charlottenburg folgt einer anderen Preisstruktur als ein Objekt in einem äußeren Berliner Bezirk. Ebenso unterscheiden sich Altbauwohnungen, Neubauten, Berliner Penthäuser und bezugsfreie Eigentumswohnungen hinsichtlich Preis und Zielgruppe.
Welcher Berliner Quadratmeterpreis ist für Käufer relevant?
Der Deutsche-Bank-Wert von rund 7.600 €/m² eignet sich hervorragend, um Berlin international einzuordnen. Für die konkrete Immobiliensuche ist dagegen das lokale Preisniveau der jeweiligen Lage entscheidend.
Der First-Citiz-Durchschnitt von 5.813 €/m² beschreibt den Berliner Markt in seiner Breite. Bezirkspreise und konkrete Objektpreise liefern anschließend die präzisere Orientierung.
Wer eine Wohnung in Berlin kaufen möchte, sollte internationale Benchmarks daher mit aktuellen Berliner Marktdaten, der gewünschten Lage und den Eigenschaften des jeweiligen Objekts verbinden.
Berliner Kaufpreise haben seit 2020 deutlich zugelegt
Die Deutsche-Bank-Vergleichsreihe zeigt auch, wie sich die Preise für zentrale Berliner Immobilien über mehrere Jahre entwickelt haben.
2020 lag der ausgewiesene Wert noch bei 6.668 US-Dollar pro Quadratmeter. 2025 waren es 8.716 US-Dollar. Das entspricht einem Anstieg von 30,7 % innerhalb von fünf Jahren.
Damit hat Berlin im internationalen Vergleich aufgeholt, ohne in die Gruppe der teuersten europäischen Metropolen vorzurücken. München, Paris, London und Zürich weisen weiterhin deutlich höhere Preisniveaus auf.
Auch die aktuelle First-Citiz-Analyse des Berliner Gesamtmarktes zeigt eine positive Entwicklung: Der berlinweite Durchschnittspreis lag Ende 2025 bei rund 5.800 €/m² und damit etwa 2 % über dem Vorjahresniveau. Seit 2024 zeigt sich der Markt wieder stabiler, begleitet von einer weiterhin hohen Nachfrage nach Wohnraum.
Kurz gefasst: Seit 2020 stiegen Kaufpreise um rund 31 %, 3-Zimmer-Mieten um 41 %, 1-Zimmer-Mieten um 44 % und Nettoeinkommen um 34 %, laut Studie der Deutsche Bank.
Wie steht der Berliner Markt heute?
Die internationale Studie dient als Vergleichsbasis. Für den aktuellen Berliner Markt zeigt die First-Citiz-Analyse Ende 2025 beziehungsweise 2026 ein berlinweites Angebotspreisniveau von rund 5.800 €/m². Die Preise unterscheiden sich dabei erheblich nach Bezirk, Mikrolage, Zustand und Vermietungsstatus.
Fazit: Berlin verbindet Kaufkraft mit einem moderaten internationalen Preisniveau
Der internationale Vergleich liefert eine klare Kernaussage: Berlin gehört zu den wirtschaftlich starken europäischen Metropolen, ohne bei den Immobilienpreisen zur Spitzengruppe zu zählen.
Rund 7.600 €/m² für Wohnungen im Stadtzentrum, Platz 30 im internationalen Kaufpreisvergleich und Platz 15 bei der Kaufkraft ergeben ein attraktives Gesamtbild. Gleichzeitig zeigen die aktuellen First-Citiz-Daten mit durchschnittlich 5.813 €/m², wie vielfältig der Berliner Markt außerhalb eines reinen Innenstadtvergleichs ist.
Für Käufer kommt es deshalb auf die richtige Kombination aus Budget, Lage, Objektqualität und persönlichem Ziel an. First Citiz unterstützt Kaufinteressenten bei der Suche nach passenden Immobilien zum Verkauf in Berlin – von Eigentumswohnungen und Neubauobjekten in Berlin bis zu Penthäusern und ausgewählten Kapitalanlagen.
Quellenhinweis: Grundlage des internationalen Vergleichs ist der Report „Mapping the World’s Prices“ des Deutsche Bank Research Institute vom 24. Juni 2025. Die Studie vergleicht 69 international relevante Städte und nutzt für einen großen Teil der Stadtdaten Numbeo. Alle im Artikel aus der Studie übernommenen Geldbeträge wurden in Euro angegeben. Für die Umrechnung wurde der im Report für Deutschland ausgewiesene Wechselkurs von 1 Euro = 1,1468 US-Dollar verwendet.
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