Immobilienrendite berechnen: Formeln, Beispiel und Orientierung für Käufer

Beispiel zur Berechnung der Immobilienrendite einer Eigentumswohnung in Berlin

Wer eine Wohnung als Kapitalanlage kaufen möchte, sollte die Immobilienrendite bereits vor der Besichtigung berechnen. Sie zeigt, wie die jährlichen Mieteinnahmen im Verhältnis zum Kaufpreis und zum eingesetzten Kapital stehen. Dadurch lassen sich mehrere Immobilien nach denselben Kriterien vergleichen.

Für eine schnelle Einschätzung genügt die Bruttomietrendite. Für eine fundierte Kaufentscheidung sind vor allem die Nettomietrendite, die laufenden Eigentümerkosten und die Finanzierung relevant.

Immobilienrendite berechnen

Geben Sie Kaufpreis, Nettokaltmiete und Kosten ein. Der Rechner ermittelt die Bruttomietrendite, die Nettomietrendite und die voraussichtliche Gesamtinvestition.

Geben Sie die Kaltmiete ohne Betriebs- und Heizkosten ein.
%
Dazu können Grunderwerbsteuer, Notar, Grundbuch und Maklerprovision gehören.
Zum Beispiel Verwaltungskosten und nicht umlagefähige Bestandteile des Hausgeldes.

Ihre Berechnung

Ergebnis auf Basis Ihrer Eingaben
Bruttomietrendite 3,47 % Vor laufenden Eigentümerkosten
Nettomietrendite 2,80 % Nach nicht umlagefähigen Kosten
Jahresnettokaltmiete 15.600 €
Kaufnebenkosten 36.000 €
Gesamtinvestition 486.000 €
Jährlicher Ertrag vor Finanzierung 13.600 €
So wird gerechnet Berechnungsgrundlage
1
Bruttomietrendite

Jahresnettokaltmiete ÷ Kaufpreis × 100

2
Nettomietrendite

Jahresertrag nach nicht umlagefähigen Kosten ÷ Gesamtinvestition × 100

Der Rechner bietet eine erste Orientierung. Finanzierung, steuerliche Effekte, individuelle Maßnahmen und die mögliche Wertentwicklung sind nicht Bestandteil dieser vereinfachten Berechnung.

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Die wichtigsten Formeln auf einen Blick

  • Bruttomietrendite: Jahresnettokaltmiete ÷ Kaufpreis × 100
  • Nettomietrendite: Jahresnettokaltmiete abzüglich nicht umlagefähiger Kosten ÷ Gesamtinvestition × 100
  • Eigenkapitalrendite: jährliches Ergebnis nach Kosten und Finanzierung ÷ eingesetztes Eigenkapital × 100

Was bedeutet Rendite bei Immobilien?

Die Immobilienrendite zeigt, welchen jährlichen Ertrag eine Immobilie im Verhältnis zum eingesetzten Kapital erzielt. Sie hilft Käufern, Wohnungen mit unterschiedlichen Kaufpreisen, Mieteinnahmen und laufenden Kosten objektiv zu vergleichen. Weitere Grundlagen zur Auswahl eines passenden Objekts finden Käufer im First-Citiz-Ratgeber über den Kauf einer Immobilie als Kapitalanlage in Berlin.

Bruttomietrendite berechnen

Die Bruttomietrendite ermöglicht einen schnellen Vergleich verschiedener Immobilienangebote. Dafür wird die jährliche Nettokaltmiete durch den Kaufpreis geteilt.

Formel:

Jahresnettokaltmiete ÷ Kaufpreis × 100 = Bruttomietrendite

Bei einer monatlichen Nettokaltmiete von 1.300 Euro beträgt die Jahresnettokaltmiete 15.600 Euro:

15.600 Euro ÷ 450.000 Euro × 100 = 3,47 Prozent Bruttomietrendite

Kaufnebenkosten und laufende Eigentümerkosten sind in dieser Kennzahl noch nicht enthalten. Für eine genauere Einschätzung wird deshalb zusätzlich die Nettomietrendite berechnet.

Nettomietrendite berechnen

Die Nettomietrendite berücksichtigt neben dem Kaufpreis auch die Kaufnebenkosten und die jährlichen Ausgaben, die beim Eigentümer verbleiben.

Formel:

(Jahresnettokaltmiete − nicht umlagefähige Kosten) ÷ Gesamtinvestition × 100

In der Beispielrechnung betragen die Kaufnebenkosten 8 Prozent beziehungsweise 36.000 Euro. Zusammen mit dem Kaufpreis ergibt sich eine Gesamtinvestition von 486.000 Euro. Nach Abzug der jährlichen nicht umlagefähigen Kosten von 2.000 Euro verbleibt ein Nettoertrag von 13.600 Euro:

13.600 Euro ÷ 486.000 Euro × 100 = 2,80 Prozent Nettomietrendite

Zu den berücksichtigten Kosten können unter anderem Grunderwerbsteuer, Notar- und Grundbuchkosten, eine mögliche Maklerprovision sowie nicht umlagefähige Bestandteile des Hausgeldes gehören.

Was ist eine gute Immobilienrendite?

Eine gute Immobilienrendite hängt von Lage, Kaufpreis, Mietniveau, Gebäudequalität und Anlagestrategie ab. In zentralen Berliner Lagen kann eine moderatere Anfangsrendite mit einer hohen Nachfrage und langfristigen Standortqualität verbunden sein.

Vergleichen Sie die Rendite daher mit ähnlichen Wohnungen im selben Teilmarkt und berücksichtigen Sie neben der aktuellen Nettomietrendite auch das Mietpotenzial und die Qualität der Mikrolage.

So lässt sich die Immobilienrendite verbessern

Eine attraktive Rendite beginnt bei der Auswahl des passenden Objekts. Käufer sollten den Kaufpreis mit vergleichbaren Wohnungen im selben Kiez abgleichen, das realistische Mietpotenzial prüfen und den nicht umlagefähigen Anteil des Hausgeldes berücksichtigen.

Auch gut geschnittene Wohnungsgrößen, eine gefragte Mikrolage, eine moderne Ausstattung und eine gute Verkehrsanbindung können die langfristige Attraktivität einer Kapitalanlage unterstützen. Ergänzend sollte die Finanzierung zur persönlichen Anlagestrategie und zum geplanten Anlagezeitraum passen.

Immobilien als Kapitalanlage in Berlin finden

Eine Renditeberechnung ist besonders wertvoll, wenn sie mit einer fundierten Objekt- und Lageanalyse verbunden wird. Entdecken Sie ausgewählte Immobilien als Kapitalanlage in Berlin oder verschaffen Sie sich einen Überblick über Eigentumswohnungen zum Verkauf in Berlin.

Das Team von First Citiz unterstützt Sie dabei, Kaufpreis, Mieteinnahmen, Lage, Gebäudequalität und laufende Kosten strukturiert zu vergleichen.

Häufig gestellte Fragen zur Immobilienrendite

Wie berechnet man die Rendite einer Immobilie?

Für die Bruttomietrendite teilen Sie die jährliche Nettokaltmiete durch den Kaufpreis und multiplizieren das Ergebnis mit 100. Für die Nettomietrendite ziehen Sie zusätzlich die nicht umlagefähigen Kosten ab und beziehen die Kaufnebenkosten ein.

Welche Rendite ist bei einer Eigentumswohnung gut?

Die passende Rendite hängt von Lage, Objektqualität, Mietniveau und Anlagestrategie ab. In sehr gefragten Lagen kann eine niedrigere Anfangsrendite mit einer hohen Nachfrage und einer guten langfristigen Perspektive verbunden sein. Entscheidend ist der Vergleich ähnlicher Wohnungen im selben Teilmarkt.

Wird das Hausgeld vollständig von der Miete abgezogen?

Nein. Ein Teil des Hausgeldes kann als Betriebskosten auf den Mieter umgelegt werden. Für die Renditeberechnung ist vor allem der Anteil relevant, der beim Eigentümer verbleibt, etwa Verwaltungskosten und die Zuführung zur Instandhaltungsrücklage.

Sollte man Kaufnebenkosten bei der Rendite berücksichtigen?

Ja. Die Kaufnebenkosten gehören zur gesamten Investition und sollten deshalb in der Nettomietrendite enthalten sein. In Berlin zählt insbesondere die Grunderwerbsteuer von 6 Prozent dazu. Weitere Bestandteile sind Notar- und Grundbuchkosten sowie gegebenenfalls eine Maklerprovision.