Wer eine Immobilie in Berlin verkaufen möchte, steht vor der Frage: selbst verkaufen oder einen Makler beauftragen? Beides ist möglich. Der eigentliche Aufwand eines Privatverkaufs zeigt sich jedoch oft erst nach Veröffentlichung des Inserats – durch Anfragen, Besichtigungen, Terminverschiebungen, Absagen und Verhandlungen. Hinzu kommt die Frage, wie kaufbereit Interessenten tatsächlich sind und ob die Finanzierung bereits geklärt ist.
Ein erfahrener Makler übernimmt deshalb nicht nur die Vermarktung, sondern auch die Auswahl und Kommunikation mit Interessenten. Bei First Citiz kommt der direkte Zugang zu einem großen Netzwerk potenzieller Käufer hinzu – teilweise noch bevor eine Immobilie öffentlich angeboten wird.
Immobilie in Berlin verkaufen: mit oder ohne Makler?
Die Entscheidung hängt weniger davon ab, ob ein privater Verkauf grundsätzlich möglich ist, sondern davon, wie viel Zeit, Geduld und Verkaufserfahrung Eigentümer selbst mitbringen.
Denn nach Veröffentlichung eines Inserats beginnt oft erst der zeitintensive Teil: Anfragen beantworten, Interessenten einschätzen, Termine koordinieren und Besichtigungen durchführen. Manche Interessenten verschieben kurzfristig, sagen ab oder wirken zunächst sehr entschlossen und ziehen sich später doch zurück. Wer privat verkauft, braucht deshalb nicht nur Zeit, sondern auch Geduld.
| Verkauf ohne Makler | Verkauf mit Makler |
|---|---|
| Eigentümer steuern den Prozess selbst | Makler koordiniert wesentliche Schritte |
| Preisfindung in Eigenregie | Professionelle Markt- und Objektbewertung |
| Vermarktung selbst erstellen | Professionelle Aufbereitung und Vermarktung |
| Anfragen und Besichtigungen selbst organisieren | Interessentenkommunikation und Terminorganisation |
| Kaufpreis selbst verhandeln | Professionelle Begleitung der Verhandlungen |
| Keine Maklerprovision | Maklerkosten je nach Vereinbarung |
Gerade in Berlin kann zusätzlich die Preisfindung anspruchsvoll sein. Zwei ähnliche Wohnungen können sich aufgrund von Mikrolage, Etage, Zustand, Ausrichtung, Balkon, Mietstatus oder der Situation der Eigentümergemeinschaft deutlich unterscheiden.
Wer sich orientieren möchte, findet auf unserer Seite zu den Immobilienpreisen in Berlin aktuelle Marktinformationen.
Welche Vorteile bietet der Immobilienverkauf mit Makler?
Ein professioneller Makler übernimmt deutlich mehr als die Veröffentlichung eines Inserats. Dazu gehören je nach Auftrag die Bewertung, Preisstrategie, Verkaufsunterlagen, Präsentation, Vermarktung sowie die Kommunikation mit Interessenten.
Ein weiterer Vorteil ist der direkte Zugang zu bereits vorhandenen Kaufinteressenten. First Citiz verfügt über ein Netzwerk von mehr als 20.000 Kunden und Interessenten. Dadurch kann eine passende Immobilie potenziellen Käufern bereits angeboten werden, bevor sie öffentlich auf den Immobilienportalen erscheint – also im Off-Market-Verkauf.
Dabei zählt nicht nur die Anzahl der Kontakte, sondern deren Qualität. Interessenten können hinsichtlich ihres Kaufvorhabens und ihrer Finanzierung vorqualifiziert werden. Das ist für Verkäufer besonders wichtig: Ein vermeintlich sicherer Käufer kann den Verkaufsprozess erheblich verzögern, wenn sich erst später herausstellt, dass die Finanzierung noch nicht geklärt ist.
Bei First Citiz achten wir deshalb frühzeitig darauf, ob die Finanzierung eines Kaufinteressenten realistisch vorbereitet beziehungsweise bestätigt ist. So lässt sich besser einschätzen, welche Interessenten tatsächlich kaufbereit sind.
Gerade dieser letzte Punkt wird häufig unterschätzt. Aus unserer täglichen Praxis wissen wir, dass nicht jede Anfrage zu einer Besichtigung und nicht jede Besichtigung zu einem Kauf führt. Termine werden verschoben, Interessenten springen ab und Rückfragen müssen kurzfristig beantwortet werden.
Ein erfahrener Makler übernimmt diese Kommunikation mit der notwendigen Routine. Er kann Interessenten besser einordnen, professionell nachfassen und auch bei Preisverhandlungen sachlich bleiben.
Denn: Immobilienverkauf ist auch Verkauf. Nicht jeder Eigentümer führt regelmäßig Verkaufsgespräche oder Preisverhandlungen. Ein Makler tut genau das beruflich.
Auch die Präsentation spielt eine wichtige Rolle. In unserem Ratgeber zeigen wir, wie ein gutes Immobilienexposé aufgebaut und eine Immobilie richtig präsentiert wird.
Besonders für Eigentümer, die wenig Zeit haben oder nicht selbst in Berlin wohnen, kann ein Makler daher einen erheblichen Teil des organisatorischen Aufwands übernehmen.
Was ist beim privaten Immobilienverkauf ohne Makler zu beachten?
Ein Haus oder eine Wohnung ohne Makler zu verkaufen bedeutet vor allem, sämtliche Aufgaben und die damit verbundene Kommunikation selbst zu übernehmen.
Dazu gehören die Preisfindung, die Beschaffung der Unterlagen, Fotos und Exposé, Immobilienanzeigen, Interessentenkommunikation, Terminplanung, Besichtigungen und Kaufpreisverhandlungen.
Gerade der zeitliche Aufwand wird dabei häufig unterschätzt. Auf eine Anzeige können zahlreiche Anfragen folgen, die beantwortet und eingeordnet werden müssen. Anschließend gilt es, Termine zu finden, Besichtigungen vorzubereiten und Interessenten durch die Wohnung zu führen.
Dabei sollte genügend Flexibilität eingeplant werden. Es kommt vor, dass ein Interessent einen Besichtigungstermin kurzfristig absagt, nicht erscheint oder zunächst sehr kaufbereit wirkt und sich später doch anders entscheidet. Dann beginnt die Terminfindung möglicherweise erneut.
Auch nach einer Besichtigung ist die Arbeit nicht automatisch erledigt. Rückfragen müssen beantwortet, Unterlagen nachgereicht und mit ernsthaften Interessenten weitere Gespräche geführt werden. Gleichzeitig sollte der Eigentümer bei Preisverhandlungen sachlich bleiben und einschätzen können, wann ein Interessent tatsächlich verhandeln möchte und wann lediglich versucht wird, den Preis deutlich zu reduzieren.
Das verlangt nicht nur Zeit, sondern auch Geduld und kommunikatives Geschick. Wer noch nie eine Immobilie verkauft hat, übernimmt damit vorübergehend die Rolle eines Verkäufers, Verhandlers und Projektkoordinators zugleich.
Besonders wichtig bleibt außerdem eine realistische Preisstrategie. Ein sehr hoher Angebotspreis klingt zunächst attraktiv, kann aber dazu führen, dass eine Immobilie lange am Markt sichtbar bleibt.
Ebenso sollte ein Eigentümer nicht allein aufgrund einiger ähnlicher Online-Inserate davon ausgehen, den Marktwert seines Objekts bereits genau zu kennen: Angebotspreise sind nicht automatisch tatsächlich erzielte Verkaufspreise.
Auch der Zustand der Immobilie spielt eine Rolle. Dabei muss vor einem Verkauf nicht zwangsläufig umfangreich renoviert werden. Häufig sind es gezielte Maßnahmen, die Präsentation und Wahrnehmung verbessern. Welche davon sinnvoll sein können, zeigen wir in unserem Ratgeber zum Thema Immobilienwert steigern in Berlin.
Wer privat verkauft, sollte deshalb nicht nur überlegen, ob er die einzelnen Aufgaben grundsätzlich selbst erledigen kann, sondern auch, ob er über mehrere Wochen oder Monate ausreichend Zeit für Anfragen, Besichtigungen, Nachfassgespräche und Verhandlungen einplanen möchte.
Wie läuft ein Immobilienverkauf in Berlin ab?
Unabhängig davon, ob der Verkauf privat oder mit Makler erfolgt, lassen sich die wichtigsten Schritte vereinfacht so zusammenfassen:
-
Immobilie bewerten und Preisstrategie festlegen
-
Verkaufsunterlagen vollständig zusammenstellen
-
Immobilie professionell präsentieren und vermarkten
-
Interessenten prüfen und Besichtigungen durchführen
-
Kaufpreis und Vertragsdetails abstimmen
-
Kaufvertrag durch den Notar vorbereiten und beurkunden lassen
-
Kaufpreiszahlung und Eigentumsumschreibung abwickeln
-
Immobilie an den neuen Eigentümer übergeben
Eine gute Vorbereitung vor dem ersten Inserat kann dabei wichtiger sein als möglichst schnell online zu gehen. Fehlende Unterlagen oder eine später korrigierte Preisstrategie lassen sich während einer laufenden Vermarktung meist schwerer beheben. Wer sich grundsätzlich mit den einzelnen Phasen beschäftigt, findet in unserem Ratgeber zum richtigen Verkauf einer Immobilie in Berlin einen ausführlicheren Überblick über den Verkaufsprozess.
Welche Unterlagen werden für den Wohnungsverkauf in Berlin benötigt?
Je früher die Verkaufsunterlagen vollständig vorliegen, desto besser lässt sich der weitere Prozess organisieren. Je nach Immobilie können insbesondere folgende Dokumente relevant sein:
- Grundbuchauszug
- Energieausweis
- Grundriss und Flächenangaben
- Teilungserklärung und Gemeinschaftsordnung bei Eigentumswohnungen
- Wirtschaftsplan und Angaben zum Hausgeld
- Protokolle der Eigentümerversammlungen
- Informationen zur Instandhaltungsrücklage
- gegebenenfalls Mietvertrag bei vermieteten Wohnungen
- relevante Nachweise zu Modernisierungen oder Sanierungen
Was gilt für den Energieausweis beim Immobilienverkauf?
Der Energieausweis gehört zu den wichtigen Unterlagen beim Verkauf und ist in der Regel zehn Jahre gültig. Bei einer Eigentumswohnung wird er grundsätzlich für das gesamte Wohngebäude ausgestellt und gilt damit auch für die einzelne Wohnung. Häufig liegt der Energieausweis bereits bei der Hausverwaltung bzw. der Wohnungseigentümergemeinschaft (WEG) vor.
Spätestens bei einer Besichtigung muss der Verkäufer oder Immobilienmakler dem potenziellen Käufer den Energieausweis oder eine Kopie davon vorlegen. Nach Abschluss des Kaufvertrags muss der Energieausweis dem Käufer übergeben werden.
Auch Immobilienanzeigen müssen bestimmte Pflichtangaben aus dem Energieausweis enthalten, sofern dieser bereits vorliegt. Dazu gehören beispielsweise die Art des Energieausweises sowie der Endenergiebedarf oder Endenergieverbrauch.
Wie lässt sich der richtige Verkaufspreis einer Berliner Immobilie bestimmen?
Eine realistische Immobilienbewertung in Berlin bildet die Grundlage für die Preisstrategie. Dabei reicht es in der Praxis meist nicht aus, lediglich den durchschnittlichen Quadratmeterpreis eines Bezirks mit der Wohnfläche zu multiplizieren.
Entscheidend können unter anderem sein:
- genaue Mikrolage und Straßenabschnitt
- Etage und Aufzug
- Balkon, Terrasse oder Garten
- Zustand und Modernisierungsstandard
- Grundriss und Belichtung
- Baujahr und energetischer Zustand
- vermieteter oder bezugsfreier Verkauf
- Zustand des Gemeinschaftseigentums
- geplante Maßnahmen der Eigentümergemeinschaft
Der Berliner Gutachterausschuss veröffentlicht Marktinformationen und Vergleichsfaktoren. Solche Vergleichsdaten können eine gute Orientierung bieten, ersetzen aber nicht automatisch eine individuelle Betrachtung der Immobilie.
Wer genauer verstehen möchte, wie eine professionelle Bewertung zustande kommt, findet in unserem Ratgeber „Wie wird der Wert einer Immobilie berechnet?“ die drei wichtigsten Bewertungsmethoden einfach erklärt.
Aus unserer Erfahrung: Genau hier liegt einer der wichtigsten Unterschiede zwischen einer groben Preiseinschätzung und einer verkaufsorientierten Bewertung: Für den tatsächlichen Angebotspreis zählt nicht nur, was vergleichbare Immobilien theoretisch wert sind, sondern auch, wie das konkrete Objekt aktuell am Berliner Markt positioniert werden kann.
Fazit: Immobilie in Berlin privat oder mit Makler verkaufen?
Eine Immobilie in Berlin kann sowohl mit als auch ohne Makler verkauft werden. Welcher Weg besser passt, hängt vor allem von Erfahrung, verfügbarer Zeit und den eigenen Erwartungen an den Verkaufsprozess ab.
Wer selbst über gute Marktkenntnisse verfügt und Organisation, Vermarktung, Besichtigungen und Verhandlungen übernehmen möchte, kann den Verkauf eigenständig durchführen. Wer dagegen eine professionelle Bewertung, eine strukturierte Vermarktung und einen zentralen Ansprechpartner für den gesamten Verkaufsprozess bevorzugt, kann einen erfahrenen Berliner Immobilienmakler beauftragen. In unserem Ratgeber erfahren Sie, wie Sie den richtigen Immobilienmakler in Berlin finden.
Für Eigentümer sollte die Entscheidung deshalb nicht allein von der Maklerprovision abhängen. Entscheidend ist, welcher Verkaufsweg für die konkrete Immobilie die sinnvollste Positionierung am Berliner Markt ermöglicht.